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Löwen Blog

Sicherheit. Risiko. Erfolg.

22.10.2020

Kai Deliomini

02.09.2020

Klaus Jürgen Deuser

26.08.2020

Tony Robbins - Not a guru

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 Entscheidungen - FREE

Kai Deliomini

Wie siehst du im Moment die Sicherheitsbranche, welche Herausforderungen kommen auf sie zu?


Der Beitrag, den das von unserem Gesetzgeber immer noch bezeichnete Bewachungsgewerbe zur Sicherheit in Deutschland leistet wird meiner Auffassung nach unterschätzt und die Arbeit privater Sicherheitskräfte wird immer noch zu selten ausreichend gewürdigt. Vielmehr bestimmen Vorurteile und Klischees das Bild der zahlreichen „Security Guards“ in der Öffentlichkeit. Doch das greift wesentlich zu kurz. Als Insider mit fast 30-jähriger Berufserfahrung weiß ich natürlich, dass in der Sicherheitsbranche immer noch vieles im Argen liegt. Ein brutaler Wettbewerb, Preis- und Lohndumping, geringe Qualifikations-anforderungen, schwierige Arbeitsbedingungen und eine geringe Wertschätzung unserer Dienstleistungen gehören zu unserem Tagesgeschäft. Und dennoch schützen rund 270.000 private Sicherheitskräfte in Deutschland Tag für Tag Menschenleben und Sachwerte, sie sorgen für Abschreckung potentieller Straftäter, reduzieren Gefahren und Risiken, sorgen für reibungslose Abläufe in Betrieben und Einrichtungen, aber auch für Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum. Die Bedeutung dieser besonderen Dienstleistungen sollte weder politisch, noch gesellschaftlich unterschätzt werden. Stellen wir uns doch nur einmal vor, morgen würden im Bereich der Flughafensicherheit, im gesamten Einzelhandel, im Öffentlichen Personennahverkehr, in der Industrie, in Hochschulen und Rathäusern, in Atomkraftwerken und Kasernen, in Flüchtlingsunterkünften und bei Veranstaltungen sowie im Geldtransport alle privaten Sicherheitskräfte ihre Arbeit niederlegen. Erst dann hätten wir wohl eine realistische Vorstellung davon, was dieses Gewerbe täglich leistet. Fest steht: Das private Sicherheitsgewerbe in Deutschland steht aktuell vor historisch einmaligen Herausforderungen und Veränderungen. Damit meine ich vorranging die anstehenden Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Tätigkeiten und Voraussetzungen der privaten Sicherheitsdienste. Die Novellierungen der gewerberechtlichen Bedingungen der letzten Jahre, die Verschärfung der Anforderungen an Unternehmer und Sicherheitspersonal, die Einführung eines digitalen Registers zur besseren Überwachung der Sicherheitsdienste, der Zuständigkeitswechsel vom Wirtschaftsministerium zum Innenministerium, die geplante Einführung eines Sicherheitsdienstleistungsgesetzes, das alles sind wichtige Schritte in die richtige Richtung, um die privaten Sicherheitsdienstleistungen in Deutschland auf ein neues Qualitäts- und Anforderungsniveau zu heben. Mit dieser Entwicklung wird nicht jeder Sicherheitsunternehmer mithalten können, auch wenn ich davon überzeugt bin, dass Flexibilität und Anpassungsfähigkeit zu den absoluten Stärken dieses Geschäfts gehören. Doch wer dieses Rennen macht, darüber entscheidet weniger die Größe oder die Preispolitik eines Unternehmens, sondern vielmehr eine kluge Strategie, eine qualifizierte Personalführung und -entwicklung sowie eine professionelle Beratungskompetenz im Interesse der Auftraggeber. Hinzu kommen die Spannungsfelder in der Gesellschaft, die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen sowie neue Gefahren und Risiken, auf die sich das Sicherheitsgewerbe einzustellen hat. Wer hier nicht up to date bleibt, wird schneller vom Markt verschwinden, als er sein Gewerbe angemeldet hat. Denn ohne das erforderliche Know-how kann man auf Dauer nicht erfolgreich sein in der Sicherheitswirtschaft von morgen. Davon bin ich überzeugt und ich kämpfe weiter für eine Zukunft der Sicherheitsbranche ohne schwarze Schafe, in der die „weiße Weste“ von Verantwortlichen und Mitarbeitenden keine dunklen Flecken haben darf. Sicherheitsdienstleistung muss ehrlich, zuverlässig und kompetent sein.
 
Du bist sehr erfolgreich mit deinem YouTube-Kanal und bist der „Influencer der Sicherheitsbranche“ sozusagen. Fehlt der Branche das „Sichtbarkeitsgen“?

Vielen Dank für die Blumen, aber als Influencer betrachte ich mich ganz und gar nicht. Ich bin einer von vielen Führungs- und Fachkräften in diesem Gewerbe und habe einfach nur einen kleinen Teil dessen, was ich sowieso im beruflichen Alltag tue, öffentlich gemacht, z. B. durch die Informations- und Lehrvideos auf meinem YouTube-Kanal. Und deshalb bin ich in Persona wohl auch der beste Beweis dafür, dass dieser Branche das „Sichtbarkeitsgen“ nicht fehlt. Was dieser Branche fehlt, ist scheinbar vielmehr das Selbstbewusstsein und die Kreativität, um das, was wir gut können, nach außen zu transportieren. Nur so können wir das Bild, was sich die Öffentlichkeit, aber auch unsere potentiellen Kunden oder zukünftigen Angestellten von uns machen, positiv und nachhaltig beeinflussen. Ich war geschockt, als ich damals vor dem Upload meines ersten YouTube-Videos recherchiert habe, was man im Bereich des Social Media so alles unter dem Stichwort Security finden konnte. Da wurden wirklich alle Klischees bedient und solche zweifelhaften Inhalte finden wir auch heute noch. Dem müssen seriösen Dienstleister und Vertreter des Sicherheitsmarktes viel mehr entgegensetzen. Das klassische Bewachungsgewerbe mit 08/15 Webseite, Prospekte mit langweiliger Firmenhistorie oder unrealistischen Werbefilmchen verschaffen einem heute keine hochwertigen Aufträge und erst recht keine Expertise. Doch ohne gutes Image und Fachkompetenz, ergibt sich auch kein langfristiger Markterfolg. Ich denke, Marketing funktioniert heute anders, muss persönlicher, direkter, aber auch ehrlicher sein. Und bei den Gedanken, die sich die Unternehmen über ihr Marketing machen, die Mitarbeitenden an der Basis außen vor zu lassen, halte ich für den fatalsten Fehler. Denn engagierte, langfristige und loyale Arbeitnehmer können der wirkungsvollste Marketingfaktor überhaupt sein. Wer das versteht und die modernen sozialen Medien zu nutzen weiß, wer seinen Mitarbeitenden und seinen Kunden einen echten Mehrwert bietet, der hat ganz sicher kein Problem mit dem „Sichtbarkeitsgen“.

 Welche drei Tipps würdest du Sicherheitsunternehmen geben für einen Wettbewerbsvorteil?

Ich habe das ja bereits angedeutet, wo ich wichtige Erfolgsfaktoren im Sicherheitsgewerbe sehe, die dafür sorgen können, dass man sich vom Markt abhebt. Und das ist wirklich schwierig in einem Käufermarkt mit so starkem Verdrängungswettbewerb, in dem das Angebot die Nachfrage derart übersteigt und viele Kunden Aufträge nicht nach Qualitätskriterien vergeben oder die Qualität von Dienstleistern nicht beurteilen können. Es gibt nicht die eine richtige Nischenstrategie mit Alleinstellungsmerkmal. Ich glaube, die erfolgreichen unterscheiden sich von den weniger erfolgreichen Unternehmen eher in den sogenannten Soft Skills, in den persönlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen - die Kompetenzen die man weniger greifen und messen kann. Diese Kompetenzen haben viel mit der inneren Einstellung, mit dem richtigen Mindset zu tun. Ohne das richtige Mindset nutzt auch die klügste Firmenstrategie nichts. Gerne werde ich noch ein bisschen konkreter. Wenn ich einem Sicherheitsunternehmer oder seinen Verantwortlichen nur drei Tipps für einen Wettbewerbsvorteil geben dürfte, wären es die Folgenden:

 1. Gib 100% für deine Kunden!

Als anspruchsvoller Dienstleister hat man die Pflicht, die Bedürfnisse seiner Kunden in den Mittelpunkt des eigenen unternehmerischen Denkens und Handels zu setzen. Zugegeben, es klingt wie eine Marketing-oder Qualitätsmanagement-Floskel, ist aber ein Erfolgsrezept, wenn man versteht, was damit gemeint ist. Damit ist nicht gemeint, dem Kunden alles für jeden Preis zu verkaufen. Damit ist gemeint, die Bedürfnisse des Kunden zu erkennen und ihn kompetent zu beraten, Vertrauen zu schaffen und Win-Win-Lösungen anzustreben. Wie sagt man so schön: „Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.“ Qualität ist, wenn der Kunde mindestens das bekommt, was er erwartet hat. Diese Erwartungen muss man als professioneller Sicherheitsunternehmer übertreffen, weil man Antworten auf Fragen findet, die der Kunden nicht einmal gestellt hat. Auf diesen Mehrwert müssen sich die Sicherheitsunternehmen konzentrieren und sie müssen in der Lage sein ihren Kunden auf Augenhöhe klar zu machen, dass die personellen Sicherheitsdienstleistungen ein Teil der Wertschöpfungskette sind, weil sie Risiken reduzieren. Dann werden Kunden auch bereit sein, klug in den Faktor Sicherheit zu investieren!

 2. Werde jeden Tag besser!

Es gibt nichts, was man nicht verbessern kann. Wer es schafft diese Haltung auf jeder Ebene seines Unternehmens zu etablieren, der wird sich schnell vom Markt unterscheiden. Doch es geht gar nicht darum, sich mit den anderen Wettbewerbern zu vergleichen. Das lenkt nur unnötig ab. Stattdessen sollten sich die Verantwortlichen eines Unternehmens auf den Prozess der Dienstleistung konzentrieren und sich fragen: „Wie können wir morgen besser sein, als heute?“. Und diese Dienstleistung kann nur durch die Mitarbeitenden an der Basis erbracht werden. In kaum einem Kundengespräch oder Führungsteammeeting versäume ich zu erwähnen, dass unsere Einsatzkräfte das A und O der Dienstleistungsqualität sind. Deshalb ist es entscheidend mit ihnen wertschätzend und anständig umzugehen, sie zu respektieren, ihre Sorgen und Nöte zu verstehen. Daher bin ich auch davon überzeugt, dass in einer gesunden Hierarchie die Führungskräfte den Mitarbeitenden dienen sollten (genau zu diesem Thema gibt´s übrigens auch ein Video von mir). Nur so schafft man ein gesundes Betriebsklima, eine konstruktive Fehlerkultur und eine ständige Verbesserungsbereitschaft. Ja, vielleicht kochen alle anderen auch nur mit Wasser - deshalb müssen die TOP-Unternehmen dafür sorgen, dass ihr Wasser ein bisschen heißer ist!

 3. Mache dich sichtbar!

Diesen Punkt haben wir ja bereits kurz angesprochen. Was nutzt es, gut zu sein und keiner deiner potentiellen Kunden weiß davon? Du musst gut sein und darüber sprechen. Es geht um Marketing und um die Frage: Wie willst du wahrgenommen werden? Was für Bilder im Kopf willst Du mit deinem Unternehmen, deiner Dienstkleidung, deinem Logo, deinem Social-Media-Aktivitäten etc. erzeugen? Es geht um das Image und um die Tatsache, dass vielen Unternehmen gar nicht bewusst zu sein scheint, wie viel Einfluss sie darauf haben. Es sind oft die kleinen Begegnungen des beruflichen Alltags, die das Image eines Unternehmens ausmachen. Ob ich ein Sicherheitsunternehmen als kompetent oder inkompetent einstufe hängt vielmehr davon ab, wie freundlich, hilfsbereit und fähig ich die Sicherheitskraft persönlich wahrgenommen habe und nicht davon, wie schön die Firmenfahrzeuge im Hochglanzprospekt abgebildet sind. Wer hier die richtigen Prioritäten setzt, der ist auf der Gewinnerseite. Die meisten Sicherheitsunternehmen benötigen keine Marketingabteilung oder Vetriebsspezialisten, sie benötigen Sicherheitskräfte, die stolz sind auf ihre Arbeit und sich zu 100% mit dem Unternehmen identifizieren, weil sie wertgeschätzt und gefördert werden. So werden die Arbeitnehmer zu Markenbotschaftern des eigenen Unternehmens. Solche Unternehmen sind nicht zu übersehen!



Kai Deliomini

VERLAG | VORTRAG | TRAINING | BERATUNG

Internet: https://deliomini.de

YouTube: https://youtube.com/KaiDeliomini

Instagram: https://instagram.com/Kai_Deliomini

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Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser ist einer der Wegbereiter der deutschen Comedyszene und ein wandelndes Ideenpowerhouse. Der Erfinder der TV-Show „NightWash“ und vieler anderer Formate ist deutscher Comedypreisträger, Produzent, Keynote Speaker und begeisterter Läufer. Anders denken, mutig handeln ist sein Missionstatement, das er auf und hinter der Bühne lebt und liebt. Er ist Stratege und einer der angesagtesten Ideen-Tuner Deutschlands.

1. Du bist als Keynote Speaker in Deutschland unterwegs und dein Vortrag lautet "Mut zur Veränderung. - … und wo wir den Mut finden". Sollten Unternehmen nicht gerade jetzt auf "Nummer sicher" gehen?

Eigentlich ist es fast absurd jetzt auf „Nummer sicher“ gehen zu wollen. Wir befinden uns in einer Phase, die es so seit 100 Jahren (spanische Grippe) noch nicht gegeben hat. Wie will man denn da auf Nummer sicher gehen? Wir haben doch gar keine Erfahrungswerte geschweige denn passende Lösungsansätze in der Schublade. Wenn sich alles ändert, wird man nur überleben, wenn man sich den neuen Umständen anpasst und Lösungen findet, die es bisher noch nicht gibt. Wenn der Wunsch nach Veränderung bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie für Unternehmen vielleicht ein gewünschtes Ad-on war, so ist Veränderung jetzt ein MUSS. Die Pandemie ist bestimmt für die Mehrzahl der Unternehmen keine Chance im Sinne von Zuwachs, aber sie ist eine Chance mit neuen Ansätzen, Produkten und Lösungen zu überleben. Und die, die durch die Krise kommen, werden danach vermutlich besser dastehen als vorher.

2. Was ist "Mut" für dich und gibt es einen Zusammenhang zwischen Mut und Erfolg?

Mut ist für mich die Bereitschaft Dinge zu tun, die man vorher so nicht getan hat. Mut ist Mindset sich auf Neues einzulassen und wenn es sein muss, auch gegen den Strom zu schwimmen und vor allem bereit zu sein, bewusst seine Komfortzone zu verlassen.

Und dass es einen Zusammenhang zwischen Mut und Erfolg gibt, wird noch klarer, wenn wir die Reihenfolge dieser zwei Begriffe drehen: gibt es einen Zusammenhang zwischen Erfolg und Mut? Erfolg im Sinne von Wettbewerb hat immer etwas damit zu tun, etwas anders oder besser als andere (Personen oder Unternehmen) zu tun. Nicht ohne Grund gibt es die Redewendung „Erfolg macht einsam“. Wer etwas Neues schaffen will oder einen neuen besonderen Ansatz verfolgt, kommt logischerweise nicht umher, sich für einen gewissen Zeitraum aus seiner vertrauten Komfortzone herauszubewegen. Allein dieses „Trauen“ und „Aushalten“ bedarf Mut. Es bedarf Mut, Entscheidungen zu treffen, die unbequem sind und in unbekanntes Terrain führen und es bedarf Mut, die aus diesen Entscheidungen oft aufkommende Kritik auszuhalten. Aber auch Erfolg im Sinne von innerer Ruhe und Glück bedarf Mut. Mut sich seiner Situation zu stellen und dann unbequeme und neue Wege zu gehen.

3. Veranstaltungen werden reihenweise abgesagt. Was würdest du Unternehmen gerade aus der Veranstaltungsbranche empfehlen? Hast du vielleicht drei praktische Tipps?

Information gepaart mit Unterhaltung und Motivation ist in diesen Zeiten wichtiger denn je. So praktisch und hilfreich Homeoffice auch sein kann, niemand will alleine Zuhause vereinsamen. Wie halten wir unsere Mitarbeiter*innen bei der Stange? Wie halten wir UNS bei der Stange? DIGITAL hat viele Vorteile, aber wenn es um den persönlichen Kontakt, um soziale Nähe, um begeisternde Leidenschaft geht, dann tun sich hier Problemfelder auf.

 ·       Videotagebücher (von internen oder externen Personen mit persönlichem Bezug)

·       Hof-, Balkon- und Terrassenkonzerte

·       Kurze Lesungen und Stand-up-Shows aus dem leeren Büro

·       Oder Comedyführungen durch die leere Firmenzentrale, um einen Hauch Vertrautheit zu schaffen und nebenher wichtige Werte und Schlüsselbotschaften nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Wir empfehlen auch gerne das Buch "Sympathisch und souverän: so geht vortragen." und "How to be lustig"

Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser

https://www.kj-deuser.de/unternehmer/

https://www.linkedin.com/in/klausjuergendeuser/ 

Tony Robbins - Not a guru

Im April 2017 war es soweit - ich war in der Londoner Excel Arena mit 10.000 Menschen um einem Menschen zuzuhören. Tony Robbins. Er ist wahrscheinlich der am meisten zitierte Coach derzeit, führt ein gigantisches Unternehmensimperium und selbst Vera F. Birkenbihl sprach voller Bewunderung über ihn. Das Phänomen Robbins gibt es seit vielen vielen Jahren. Er füllt Hallen und bekommt aberwitzige Beträge für ein Tagescoaching. Diese sind jedoch unter einer Wartezeit von 2 Jahren kaum zu bekommen und einen siebenstelligen Betrag sollte man auch locker machen können. Netflix drehte eine Dokumentation über Robbins, die es sich definitiv lohnt anzuschauen. UPW - Unleash the Power Within hieß damals das Programm in London und nun kommt es als VIRTUELL in die Wohnzimmer weltweit.

Was erwartet einen bei UPW?

Man mag es kaum glauben, aber Tony ist ca. 12 Stunden auf der Bühne und spricht. Mit seinem Energielevel schafft er es die Massen aufzuladen und das Level auch zu halten. Eine unfassbare Energieleistung, wenn man dazu bedenkt, das er keine Pausen macht und es die ganze Zeit auch noch spannend ist, ihm zuzuhören. Manche Speaker schaffen da nicht mal 90 Sekunden. Er ist laut, leise, witzig, nachdenklich, ein fantastischer Storyteller und kann Menschen berühren und ihnen auch den Spiegel vorhalten. Unleash the POWER ist sehr treffend finde ich.

Was waren meine Key learnings?

1. The past does not equal the future. Alles, was in der Vergangenheit war ist nicht aussagekräftig. Die Entscheidungen, die man getroffen hat, haben einen dahin gebracht, wo man jetzt ist. Triff bessere, bewusstere Entscheidungen und du veränderst deine Zukunft.

2. In life you need either inspiration or desperation. Veränderungen finden im Leben statt, wenn wir Inspiration oder Verzweiflung verspüren. Wenn der Schmerz groß genug ist oder das innere Verlangen nach einer Veränderung.

3. Success is doing what you want to do, when you want, where you want, with whom you want, as much as you want. Erfolg ist für jeden individuell, jedoch trifft diese Definition für Erfolg für mich persönlich den Nagel auf den Kopf. Das zu tun, was man liebt, wann, wo und wem auch immer ich will.

4. Complexity is the enemy of execution. Das st mein Lieblingszitat, welches ich ständig zu Thema Krisenmanagement in meinen Vorträgen nutze. Alles, was kompliziert ist, hat eine deutlich geringere Chance, umgesetzt zu werden. Ich denke da, an komplizierte Diäten, unklare Anweisungen in der Bedienungsanleitung oder zu komplizierte Sportübungen.

5. Secret to living is giving. Das ist auch ein schöner Satz wie ich finde. Geben, Mehrwert schaffen, für andere da sein und sich auch um etwas/jemanden "kümmern" gibt einem unglaublich viel.

Lohnt es sich, dabei zu sein?

Nun, ich war nur bei dem Live Event in London. Das kann ich 100% empfehlen. Wie das Virtuelle sein wird kann ich unmöglich sagen. Tony und sein Team kennend würde ich aber behaupten, dass sie alles geben um ein Feuerwerk zu entzünden und Qualität zu geben.

Was kostet der Spaß?

4 Tage Live Stream kosten ab 295 $ aufwärts. Schaut euch einfach die möglichen Tickets auf der Homepage an und entscheidet selber, ob das was sein könnte. Aber wenn ja - dann viel Spaß, es wird auf jeden Fall unvergesslich.

Wer nicht dabei sein kann oder möchte, dem seien die folgenden Bücher empfohlen:

Daniela ben Said - Die Rednerin

Infoblüffend. Dialogisch. Strategierig.

Ihre Vorträge sind Gedankenrevolutionen in puncto Führung, Kundenverblüffung und Persönlichkeitsentwicklung. Ihre Botschaften sind authentisch. Ob als Keynote-Speakerin, Trainerin oder als Coach: Daniela A. Ben Said begeistert ihre Zuhörer und Seminarteilnehmer mit Energie, Glaubwürdigkeit, mit ihren klaren Einschätzungen sowie den sofort umsetzbaren Ideen sowie Konzepten. 2008 gewann Daniela A. Ben Said den Coaching Award, 2009 schrieb Spiegel Wissen über sie: „… damit gehört sie zur Spitze der Branche!“. 2014 wurde die Rednerin mit DER Auszeichnung der Branche geehrt: Female Speaker of the Year. 2017 kam sie unter den Top 100 der Speaker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Platz 12 und ist die erfolgreichste Frau. 2019 wurde Sie als erfolgreichste weibliche Vertriebstrainerin nominiert.

Daniela A. Ben Said studierte Psychologie, hat eine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie absolviert und zahlreiche Zusatzqualifikationen in den Bereichen NLP, Transaktionsanalyse und Business Consulting erworben. Sie hat mehrere Bücher geschrieben und mit „Quid agis*“ 1998 ein eigenes Weiterbildungsinstitut gegründet, das sie bis heute erfolgreich führt. Bei ihrer Wissensvermittlung der etwas anderen Art kommen auch mal Pferde, Esel oder Raubvögel zum Einsatz.

Ich sprach mit Daniela über Erfolg, Mut, Schlaf und warum man manchmal Boote über Land tragen muss.

1. Du bist Unternehmerin, Autorin und Kommunikationsexpertin und seit vielen Jahren unglaublich erfolgreich im Speaking und Coaching. Gibt es für dich einen Zusammenhang zwischen Erfolg und Mut? Kannst du das an einem persönlichen Beispiel erläutern?

 Ja, für mich gibt es den!

Definieren wir zunächst Mut: Mut ist für mich nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Fähigkeit etwas trotz der Angst zu machen.

Erfolg bedeutet in meinem Leben, sich zu entwickeln, neue Dinge zu wagen – zu wachsen und auch Gewohnheiten zu verlassen.

Für Erfolg brauche ich Mut. Erfolg ist so vielfältig.

Unternehmerisches Risiko oder Investitionen einzugehen: braucht Mut. Auszusteigen, monetäre Dinge hinter sich zu lassen, sich zu reduzieren: braucht Mut. Konfliktgespräche zu führen, Kunden anzurufen, sich neu zu erfinden, immer wieder Lösungen anzugehen… all das gehört zum Erfolg dazu UND braucht Mut.

2. In der Corona-Zeit ist es nun für viele Unternehmer sehr schwer geworden, Umsätze zu generieren  - ich denke da an die Veranstaltungsbranche. Wie hat dich das Ganze getroffen und wie bist du damit umgegangen? 

Es war ein verrücktes erstes Halbjahr und ich bin wirklich froh, mein Unternehmen überhaupt durch diese Zeit ohne zu hohe Verluste und ohne Kurzarbeit steuern zu können. Das Kerngeschäft der Vorträge ist zu 100% weggebrochen und es hat einen mächtigen Schwung von mir gebraucht, alles zu schaffen.

ABER: Wer verkaufen kann, ist vorne und ich habe Kaltakquise für das ONLINE-Geschäft wie zu Gründerzeiten gemacht. Zum Glück mit Erfolg. Erfolg ist eben auch die Kunst, immer weiter zu machen. Ich liebe z.B. Wikinger-Filme und die haben früher die Boote eben über Land getragen, wenn es über den Wasserweg zu riskant war. Mit diesem Bild vergleiche ich oft das Unternehmertum: Manchmal muss man eben Boote über Land tragen, um zum Ziel zu kommen, das braucht Zeit und Menschenkraft… UND es führt zum Ziel.

Vielleicht nicht immer so schnell, wie ich es mir wünsche – aber eben zum Ziel. Mut, Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz, der unabdingbare Wille und eine gehörige Portion Verrücktheit sind wohl der beste Schlüssel zum Erfolg ganz unabhängig davon in welchen Zeiten.

3. Hast du bitte drei Tipps für Unternehmer, Selbständige, Speaker wie sie erfolgreicher sein können in dieser Zeit. Vielen Dank! 

Tipps aus meiner Sicht:

1.     Verkaufen! Jetzt beweist sich, wer wirklich überleben will. Nimm das Telefon, die Mails, die socialmedia Kanäle, das Zoom – was auch immer und trete mit (potentiellen) Kunden in Kontakt. Biete deinen Kunden einen Mehrwert in Form von Lösungen an!

2.     Achte auf deine Gedanken. Ja – es sind schwere Zeiten. Die gab es aber immer schon. Also versinke nicht in der Schwere der Zeit, sondern frage dich: „What piss me off today“ und dann finde dafür Lösungen, die du verkaufst. So denke ich immer, wenn es „schwierig“ ist.

3.     Nutze die Zeit für Dinge, die sonst liegen bleiben:

·       Die Fortbildung, für die nie Zeit war

·       Die Arbeit im Garten, für die die zusätzliche Kraft fehlte

·       Der Spaziergang

·       Die längere Auszeit

Ich selbst brauchte im Februar/März 2020 auch erst mal 2-3 Wochen um all das verarbeiten zu können und ich war zu Beginn der Krise total geschockt und auch völlig gelähmt.

Jetzt habe ich mein Fernstudium zum MBA endlich so gut wie fertig (Masterarbeit ist in den letzten Zügen), unser Hof (Buchtipp: Glück ist tierisch leicht) sieht so gut aus wie nie, weil ich ständig am Werkeln bin, meine Vorträge sind jetzt noch besser und ich habe viel mehr Zeit für Schlaf, Wanderungen und Auszeiten. Was ich nicht ändern kann, nehme ich an und mache das Beste daraus.

Ich wünsche jedem Menschen die Kraft, dies zu meistern und gesund zu bleiben.

Vielen Dank für das Gespräch, Daniela!

Für jeden BLOG-Leser haben wir folgende GUTE Lösungen im Angebot:

 1. Digitale Unterstützung via Zoom-Meeting:

* Konflikt- und Krisenmanagement

* Kurzmotivation für Einzelpersonen u/o Teams: 45 Min

* Einzel-Coaching (digital) für Führungskräfte und Persönlichkeiten

 Angebote unter: info@danielabensaid.com

2. Universitätszertifizierte Online-Masterclass für Führungskräfte mit 8 Modulen und 1x/Woche einem Gruppen-Zoom-Call

Details und Inhalte anfordern unter: info@danielabensaid.com

3. Universitätszertifizierte Online-Ausbildung zum Speaker mit 9 Modulen und 1x/Woche einem Gruppen-Zoom-Call

Die Zeit jetzt für neue Wege nutzen und eine Online-Ausbildung zum Speaker mit Universitätszertifizierung (deutsche Universität) absolvieren. Bewerbungen unter: https://training.danielabensaid.com/videofallstudie

4. Alle Seminare und Vorträge im Autokino-Format

5. Nummer gegen Corona-Kummer:

Rufen Sie mich gerne an und ich stehe mit Rat und Tat zur Seite: 0180 722 4355*

* 30 Sekunden kostenfrei, danach 14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz

Folgen Sie uns und unseren täglichen Impulsen auf

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und

Instagram: https://www.instagram.com/danielabensaid/

 

16.08.2020 Robin Sharma - 5AM Club

Da sich dieser Blog auch um Erfolg dreht, lohnt es sich ab und an Bücher zu lesen von Autoren, die 15 Millionen Bücher verkauft haben und sehr sehr erfolgreich sind. Das bekannteste Buch von Robin Sharma ist wahrscheinlich "Der Mönch, der seinen Ferrari verkaufte"

Ich habe das neue Buch "Der 5Uhr Club" von Robin Sharma gelesen und hier sind die Dinge, die ich mitgenommen habe. Keine Angst, Spoilern tue ich nicht. Ohnehin ist die "Story" eine moderne Fabel und aus meiner Sicht nicht besonders wichtig für das Wesen dieses Buches.

Here we go:

1. Trainieren, reflektieren und den Geist mit positiver Energie füllen - ist der beste Start in den Tag.

In der Tat ist es so, dass ich mich oft dabei ertappe, den dritten Kaffee am Morgen zu trinken und ehe man sich versieht, ist der halbe Tag vorbei und die Sporteinheit ist entfallen. Ich werde das mal testen und sehen, ob eine "routinierte" Sporteinheit mit Meditation am Morgen einen anderen Start bewirkt.

2. Kleine, tägliche, scheinbar unwichtige Veränderungen führen im Laufe der Zeit, wenn man sie beständig durchführt, zu erstaunlichen Ergebnissen.

Es kommt nicht darauf an, was wir ein mal im Monat machen, sondern was wir beständig jeden Tag als Teil unserer Routine tun. "Kontinuität bescheisst dich nicht" ist ein schöner Spruch dazu.

3. "Alle Veränderungen sind am Anfang mühsam, in ihrem Verlauf chaotisch und am Ende großartig".

Aller Anfang ist schwer. Man stelle sich vor, jeden Morgen Sport zu machen. JEDEN Morgen. Jeden. Bestimmt schwer. Oder aufzuhören mit einer ungeliebten Angewohnheit - da können Raucher ein Lied von singen. Aber sicher ist auch, das Ende einer solchen Veränderung kann großartig sein.

4. Sammle wunderbare Erlebnisse statt materieller Dinge.

Ich habe vor einiger Zeit schon aufgehört, materielle Dinge zu sammeln und die Philosophie des Minimalismus, auch wenn von mir nicht praktiziert, ist mir jedoch sehr nah. Not more things - more growth, more inspiration. Niemand will der reichste Mensch auf dem Friedhof sein. Ich würde lieber mit 90 in den Spiegel sehen und sagen: "yeah, cool war das."

5. Das System der Gestaltung der Woche.

So oft vorgenommen und so oft für gut befunden und sooo oft wieder vernachlässigt. Robin Sharma schlägt vor, sich am Sonntag 30 Minuten Zeit zu nehmen und die Woche zu planen. So kann man strukturierter an die Woche rangehen und natürlich auch Dinge "abhaken", was wiederum zu positiven Erlebnissen führt. Schon beim Schreiben des Plans fühlt man die Produktivität und fühlt sich effektiver.

6. Die 60/10 Methode

Wie oft lasse ich mich ablenken durch social Media, Whatsapp... hier noch schnell Mails checken und schon ist Zeit vergangen ohne das man produktiv war. "Busy being busy" nennt das Scharma. Und da hat er Recht, der Gute. Zumindest was mich anbelangt. Er spricht von 60 Minuten absoluter Fokussierung auf eine Sache. Produktivität steigern durch Fokus. Nach den 60 Minuten eine Pause einlegen von 10 Minuten mit Meditation, Buch oder Liegestütz.

7. Geld ist die Frucht der Großzügigkeit, nicht des Mangels.

Hier gehen die Meinungen natürlich auseinander, wie immer wenn es um Geld geht. Ich bin jedoch überzeugt, Mangel erzeugt Mangel. "Give more and you will recieve more". Es geht nicht darum, sich in Schulden zu stürzen oder dem Kellner 100 Euro Trinkgeld zu geben. Ich interpretiere es so, dass Geben ein Teil des Prozesses ist, die Früchte zu ernten.

Eine der schönste Erkenntnisse im Buch ist: STIRB NICHT! Wenn du etwas großes erreichen willst, musst du lang genug leben, um es erreichen zu können.

Es gibt noch viele andere interessante Aspekte in dem Buch. Jeder kann etwas daraus für sich mitnehmen. Für mich war es zwischendurch ein wenig zu "fabelhaft" mit zu vielen "Bildern" aber die Essenz ist großartig. Alles in Allem - eine Empfehlung.

Alternativ wurde mir auch "Miracle Morning" von Hal Elrod empfohlen.

11.08.2020

Expertengespräch mit Sven Leidel

Ich sprach mit Sven Leidel, einem ausgewiesenen Experten der Sicherheitsbranche, über Reisesicherheit und zukünftige Herausforderungen für die Wirtschaft.

 Sven Leidel wurde 1968 in Hamburg geboren. Er ist gelernter Bankkaufmann und studierte technische Betriebswirtschaft in Hamburg. Als ehemaliger Angehöriger der deutschen Militärpolizei befasst er sich bereits seit 1988 mit dem Thema Schutz und Sicherheit. Er ist Fachdozent, Fachautor (Herausgeber zweier Fachbücher zum Thema Reisesicherheit: HANDBUCH REISESICHERHEIT und TRAVEL SECURITY HANDBOOK), Sicherheitsberater und Experte auf dem Gebiet der Reisesicherheit und für das Spezialthema „Schutz gefährdeter Personen“

 1. Du bist seit vielen Jahren ein Experte in der Sicherheitsbranche und Autor von "Handbuch Reisesicherheit". Wie wird sich deiner Meinung nach die Reisewirtschaft und auch die Reisesicherheit für Unternehmen verändern?

Ich bin der festen Überzeugung, dass Geschäftsreisen sich wesentlich verändern werden. Egal wo ich derzeit hinhöre, ich vernehme durch die Bank hinweg, dass Geschäftsreisen sich zukünftig um 1/3 bzw. 1/4 im Durchschnitt verringern werden. In diesem Zusammenhang sehe ich auch zwei gute Argumente

Erstens, man konnte in den vergangenen Monaten gut erkennen, dass „Vieles“ auch digital / virtual machbar war und man (in vielen Fällen) nicht zwingend zu einem Termin reisen musste. Des Weiteren konnten zahlreiche Unternehmen feststellen, dass ein verringertes Reiseaufkommen natürlich auch verringerte Kosten beinhaltet. Einige Unternehmen haben soviel Reisekosten sparen können, dass sich dadurch natürlich auch die Geschäftszahlen positiver darstellen (lassen). Ich könnte mir gut vorstellen, dass besonders die Zahlenmenschen im Unternehmen hier gute Argumente sehen, nicht erneut zum Reiseaufkommen vor Covid19 zurückkehren zu wollen.

Als einen weiteren Aspekt sehe ich, dass natürlich zukünftig ein ganz besonderes Augenmerk auf das Thema Hygiene und Gesundheit im Rahmen eines Travel Risk Management gelegt werden wird. So wie es in der Vergangenheit nicht selten von Unternehmen praktiziert wurde, dass in der Regel das günstigste Transportmittel und die günstigste Unterkunft gewählt werden musste … hier wird ein Umdenken stattfinden müssen. „Geiz ist geil!“ ist nach meiner Ansicht fehl am Platze! Die Frage ist allerdings auch: „Für wie lange?“ … Der Mensch gewöhnt sich schnell an Rahmenbedingungen und ich befürchte, je länger es zukünftig ohne neue Pandemien bzw. Zwischenfälle auskommt, desto eher fällt man als Unternehmen erneut in einen „Sparmodus“ zurück, so wie wir es bei einigen Unternehmen vor Covid19 bereits hatten.

Wenn du einige Jahre vorausschauen könntest, was denkst du, welche Themen werden die Sicherheitsbranche bewegen?

Cyber Security: Cyber Attacken werden deutlich zunehmen und die Qualität der Angriffe wird sich merklich verbessern. D.h. man muss als Unternehmen bestmöglich vorbereitet und aufgestellt sein; inkl. der umfassenden Erzeugung von Security Awareness bei Mitarbeitern. Erfahrungsgemäß ist das „schwächste Glied“ in einem Unternehmen der/die Mitarbeiter/innen.

Reisesicherheit: Ich befürchte, dass das Thema Travel Risk Management aufgrund zurückgehender Reiseaktivitäten zunächst an Bedeutung verlieren,  bestenfalls sich vom Schwerpunkt her verschieben könnte. Das Thema Hygiene und Gesundheitsschutz wird sicherlich an Bedeutung gewinnen; auch in Zeiten rückläufiger Geschäftsreisezahlen.

Viele Unternehmen befinden sich derzeit in einer Krise. Was würdest du jetzt Unternehmen raten zu tun? Drei Tipps bitte.

 Dazu fallen mir adhoc folgende drei Empfehlungen ein:

 (1)        Überdenken Sie Ihr Mitarbeiterschulungskonzept. Da wo es möglich und praktikabel ist, weg von Präsenzworkshops / -veranstaltungen und hin zu einem digitalen (Distance Learning) Schulungskonzept mit e-Learnings und Online Trainings. Das digitale Lernen hat viele Vorteile: Man muss nicht mit anderen Teilnehmern zusammenkommen, man kann das Training zu jeder Zeit und an jedem Ort durch-/fortführen und bei Bedarf auch zwischenspeichern. Die Kosten sind wesentlich geringer als bei Präsenztraining und vieles mehr.

(2)        Führen Sie ein „dynamisches Arbeitsumfeld“ ein; Home Office bzw. „Working from Home“ wird seinen festen Bestandteil zukünftig in Unternehmen haben. Die letzten Monate haben gezeigt: „Es funktioniert (in weiten Teilen)!“ Da wo es nicht oder nur bedingt funktioniert hat, wird man voraussichtlich zum Büro im Unternehmen zurückkehren. Ich sehe aber auch hier Einsparpotential bei den Unternehmen. Man wird vermutlich nicht mehr die großen Büroflächen benötigen, wenn ein bestimmte Anteil der Mitarbeiter zeitweise von zuhause aus arbeiten wird.

(3)        In Sachen Reisesicherheit bzw. „Security & Medical Assistance“ sollten gerade die größeren aber auch mittelständische Unternehmen bestehende Assistanceverträge mit Dienstleistern kritisch auf den Prüfstand stellen. Brauche ich als Arbeitgeber wirklich den ehemals vereinbarten umfassenden Service des Dienstleisters oder kann ich aufgrund der geänderten Reiserahmenbedingungen (geringeres Reiseaufkommen und Ähnliches) ggf. Kosten einsparen, in dem ich neu in Verhandlungen einsteige?! Das wird vielen Anbietern nicht gefallen, doch ich sehe hier zum Teil erhebliches Einsparpotential.

 Vielen Dank für das Gespräch, Sven Leidel.

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05.08.2020

Expertengespräch mit Roman Walde

Roman Walde ist Experte für  Personenschutz, persönliche Sicherheit von  Privatpersonen, und die Sicherheit von Mitarbeitern in Unternehmen.

Nach seiner polizeilichen Ausbildung bei der Kantonspolizei Aargau (Schweiz) war er in verschiedenen Verwendungen, der aktiven Kriminalitätsbekämpfung, Ermittlung von Straftätern und Straftaten sowie in der taktischen Bewältigung von Amok- und Terrorlagen tätig. Zudem war er Ausbilder von Polizeischulabgängern und gehörte zur Dokumentation- und Beweissicherungsgruppe der Kantonspolizei.

Ich sprach mit Roman über sein neues eBook

Hallo Roman, Du hast ein Buch geschrieben...

Hallo Felix. Erstmal vielen Dank, dass ich hier mit dir dieses Gespräch führen darf. Ja richtig, mein erstes eBook „Be your own Bodyguard“ habe ich vor einigen Tagen bei Amazon veröffentlichen lassen.

Wie kam es zu diesem Buch?

Die Thematik Sicherheit wird aus meiner Sicht durch viele Menschen oftmals vernachlässigt, weil viele der der Meinung sind, Sicherheit ist etwas kompliziertes. Mein kurzweiliges Buch soll aufzeigen, dass jedermann durch sicherheitsbewusstes Verhalten und einfachen Verhaltensempfehlungen privat sicher durchs Leben gehen und damit sich und seine Familie ohne großen Aufwand schützen kann.

Du hattest eine sehr fundierte polizeiliche Ausbildung  in der Schweiz. Was genau hast du dort gemacht und wie sah deine Tätigkeit aus?

Als Polizist bei der Kantonspolizei Aargau wird man als sogenannter Allrounder ausgebildet. Das heißt, man ist nach Abschluss der Ausbildung in der Lage, bei jeglichen Ereignissen, wie schwere Unfälle, Amok, Terror, Raub, Tötungen, Bedrohungen, Evakuierungen, Häusliche Gewalt oder auch Vermisstenfälle, vor Ort zu reagieren und notwendige Maßnahmen und Entscheidungen zu treffen.

Meine letzte Tätigkeit war bei der Mobilen Polizei, welche im Schichtbetrieb für eine 24 Stundenabdeckung für Ereignisse aller Art zuständig war. Davor war ich auf einem Polizeirevier stationiert und war für örtlich begrenzte Ereignisse sowie der Ermittlung von Straftaten und Straftätern zuständig.

Es kann ja nicht jeder eine Personenschutzausbildung machen. Was wären deine Ratschläge für jedermann/frau für den Alltag?

Mein eBook kaufen (lacht)

Nein, jetzt im Ernst. Meine Empfehlung für jedermann und jede Frau ist es ganz klar, das eigene Sicherheitsbewusstsein so zu schulen und fördern, dass man Risiken, Gefahren, Bedrohungen im Vorfeld erkennt und sich dementsprechend verhält, um Risiken, Gefahren, Bedrohungen zu umgehen. Sicherheit beginnt im Kopf und durch das Schaffen von Ressourcen (mentale Stärke, körperliche Fitness, Erfahrungen, Fähigkeiten, Wissen, etc. ) kann ich mich adäquat und sicherheitsbewusst verhalten. Wenn man bedenkt, dass Berlin statistische gesehen als fast genauso gefährlich eingestuft wird, wie New York, so müssten sich doch Gedanken über ihre eigene Sicherheit machen.

Du bietest auch Workshops und Seminare an zum Thema "Persönliche Sicherheit". Was kann ich mir darunter vorstellen, was wird vermittelt und wofür und für wen sind diese Seminare?

Meine Workshops und Seminare im Bereich der persönlichen Sicherheit richten sich in erster Linie an zwei Bereiche. Zum einen an Privatpersonen und zum anderen an aktive Sicherheitskräfte.

In beiden Bereichen geht es darum, Verhaltensweisen in Verbindung mit sicherheitsbewusstem Verhalten zu vermitteln, um sich auf die heutigen Gefahren, Risiken und Bedrohungen in unserer Gesellschaft vorzubereiten.

Angefangen bei den persönlichen Ressourcen über Stressmanagement, bis hin zu Kommunikation, Konfliktmanagement und Sicherheitsbewusstsein als solches.

Wie erreicht man dich und wo? 

Gerne darf man mich telefonisch unter +49 (0) 162 917 2508 oder per E-Mail über rw@rwrm.de kontaktieren.

Vielen Dank für das sehr angenehme Gespräch.

Das Buch ist als eBook und als Taschenbuch erhältlich, siehe Links below - viel Spaß dabei!

 

Ich hatte das große Glück, Reinhold Messner, eine Bergsteigerlegende, der unzählige Rekorde brach und ein faszinierender Mensch in meinen Augen ist, persönlich kennenzulernen. Er hat in einem Interview Folgendes gesagt:

„Ich habe keine üblichen bürgerlichen Ängste. Ich habe aber vor den großen Abenteuern durchaus Furcht gehabt. Die Vorstellung, dass wir blindlings in die Gefahr laufen, ist völlig falsch. Wir sind vorsichtig. Ich hätte oft umkommen können, aber ich habe das vermieden. Das ist ja die Kunst. Die Menschen, die sich für unsterblich halten, bleiben es am Berg nicht lange.“ 

Er ist sich seiner Sterblichkeit bewusst, ist vorsichtig und bereitet sich genauestens auf seine Touren vor, um Risiken zu minimieren. Weiter im Interview wird Reinhold Messner gefragt:

„Sind Sie deshalb für eine genaue Vorbereitung bekannt? Sie haben vor der Durchwanderung der Antarktis Ihren Gaskocher hundertmal auseinandergebaut, um ihn im Notfall reparieren zu können. Darauf antwortet Messner folgendermaßen: „Ja. Es darf keine Frage mehr geben, auf die ich keine Antwort habe. Trotzdem kann ein Sturm mal nicht wie erwartet mit 150 Stundenkilometern blasen, sondern mit 300. Dann wird es kritisch, da fliege ich mit dem Zelt weg.“

Jede der einzelnen Antworten, wenn Sie sie genau lesen, beinhaltet vermeiden, minimieren, transferieren und akzeptieren. Vorsichtig sein, vorbereitet sein, Tests durchführen, Gaskocher auseinanderbauen, mental einstellen, Hilfe in Anspruch nehmen, Team an der Seite haben – all das ist Risikomanagement.

Und niemand würde einem Reinhold Messner oder Felix Baumgartner Feigheit vorwerfen wollen, nur weil sie ihre Risiken minimieren oder transferieren. Im Gegenteil, wir sind fasziniert von den Ergebnissen, den Rekorden, dem Ansehen, der Erkenntnis, dass „Unmöglich“ für diese Menschen tatsächlich nur eine Meinung zu sein scheint.

Sie alle haben noch etwas gemeinsam, sie akzeptieren das Restrisiko. So hat Baumgartner vor seinem Sprung aus der Stratosphäre im Jahr 2012, Pressemitteilungen zu seinem Tod verfassen lassen. Natürlich blieben diese unveröffentlicht, aber alles war akribisch geplant und vorbereitet, einkalkuliertes Restrisiko.

Reinhold Messner schaute mehrfach dem Tod ins Auge „Ich hätte oft umkommen können“, sagt er. Sein Bruder Günther ist bei einer gemeinsamen Tour tragisch ums Leben gekommen, genauso erging es zahlreichen anderen Bergsteigern.

„Wenn die innere Sicherheit hundertprozentig ist, dann brauch ich keine Sicherung. Sicherheit ist eine subjektive Geschichte. Die Sicherung hingegen ist eine Geschichte von außen.“

(Reinhold Messner)

Wir können aus meiner Sicht nur lernen, WIE wir mit diesem Restrisiko umgehen, nicht OB wir damit umgehen. Akzeptanz. Was wie eine Opferhaltung anmutet, ist in der Geschichte der Menschheit von vielen Philosophen und Weisen beschrieben worden.

„Akzeptiere es. Es ist nicht Resignation, doch nichts lässt Dich so viel Energie verlieren, wie die Diskussionen und der Kampf gegen eine Situation, die Du nicht ändern kannst.“ – Dalai Lama

Aus dem Buch "Risiko. Bewusst. Erfolgreich - Warum Sie Löwen streicheln sollten"

09.07.2020 Krisenmanagement in Unternehmen

Unternehmen sind im Zuge der Globalisierung und Vernetzung höheren Gefahren ausgesetzt als noch vor dreißig Jahren. Exponierte Stellung von Firmen und Konzernen im globalen Wettbewerb, erhöhte Anzahl der Standorte im Ausland, vulnerable globale Lieferketten und hochgradige Abhängigkeit von IT Systemen führen zu latenten Risiken auch für die deutsche Wirtschaft. Die mangelnde Resilienz einiger Unternehmen wird besonders in Krisen sichtbar, da diese wie ein Katalysator wirken.

Wenn die Wahrnehmung und das Bewusstsein für diese Themen in der Wirtschaft in der Vergangenheit oft indifferent waren, so kann man jetzt beobachten, dass diese „Awareness“ im Wandel begriffen ist. Denn Krisen in Unternehmen sind spätestens seit der Covid19 Pandemie in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit und die Mitte der Gesellschaft gerückt und lösten damit einen breiten politischen und gesellschaftlichen Diskurs aus. 

Dabei sind Krisen alltäglich. Viele sind geografisch, ökonomisch oder emotional weit von uns als Individuen und Unternehmen entfernt. Jedoch ereignen sich jeden Tag auf der Welt Krisen, ausgelöst durch menschliches Versagen, Fehlverhalten, Stromausfälle, Naturkatastrophen, Finanzcrashs, Krankheiten, Pandemien, Immobilienblasen, Kriege, Aufstände, Revolutionen, technische Defekte etc. Es gibt in Deutschland wohl kaum ein Unternehmen, welches nicht direkt oder indirekt von einer Krise betroffen war.

Eine Studie von Price waterhouse Coopers von 2019 zeigt, dass 60% aller deutschen Unternehmen in den letzten fünf Jahren von einer Krise betroffen waren (vgl. PwC Global Crisis Survey 2019) Nach Covid19 Pandemie 2020 dürften sich diese Zahlen signifikant erhöht haben.

So heterogen die Strukturen von Unternehmen sind, so unterschiedlich und vielschichtig ist auch die Herangehensweise an die Herausforderungen der Krisenprävention, das Bewältigen von Krisen und die Weiterführung oder Neuausrichtung der Unternehmensstrategie im Zeitraum vor und während der Krise.  Krisenmanagement, Compliance, Business Continuity, Disaster Recovery und Corporate Resilience sind Bausteine eines komplexen Management Gebäudes in modernen Unternehmen geworden, welches zum Ziel hat, den Workflow im Unternehmen aufrecht zu erhalten, Ressourcen zu schonen, Reputation zu schützen, den Impact (Ausmaß im Schadensereignis) zu minimieren und etwaige Risiken zu identifizieren und zu managen.

Die wichtigsten Kriterien zur Bewältigung einer Krise sind Vorbereitung, entschlossenes proaktives Handeln und Einsatz von möglichen Ressourcen, die einem Unternehmen zur Verfügung stehen. Ich werde in diesem Kapitel die essentiellen und praxisnahen Bestandteile eines zu implementierenden Krisenmanagement-Systems erläutern. Dazu gehören

·        Einrichtung eines Krisenstabes

·        Implementierung eines Krisenplans

·        Strategie für Kommunikation in einer Krise

·        Vorbereitung und Training von Mitarbeitern und Management.

Eines haben alle Krisen gemeinsam. Für Unternehmen, Organisationen, Behörden, Länder, für ALLE Betroffenen ist eine Krise eine Ausnahmesituation. Es gibt unzählige Definitionen für Krisen und diese Ausnahmesituation. Die meisten beschreiben eine Krise als einen Wendepunkt, eine gefährliche Situation. (Latein crisis, griechisch krisis – Entscheidung, Wendung, Zuspitzung) Eine Definition der Krise für das Unternehmen ist essentiell wichtig, da diese den Eintritt in die Ausnahmesituation beschreibt und evtl. eine Organisationsform durch eine andere ersetzt.

(zum Beispiel der temporäre Ersatz der Funktionalen- oder Matrixorganisation durch eine Stablinienfunktion)

Entscheidungsprozesse, Managementstil, Führung und Entscheidungsprozesse werden durch das Ersetzen einer Organisationsform durch eine andere wesentlich beeinflusst. Bei der Krisenkommunikation sollte daher Wert auf die Betonung des temporären Zustandes gemacht werden.

Mehr dazu im Buch "Simplify the crisis"

09.03.2020

Evolution in der Sicherheit?  - Ja, bitte

Drei Tipps zum Thema „Dienstleister Marketing“

In den letzten zwanzig Jahren hörte ich von vielen Sicherheitsdienstleistern immer wieder Aussagen wie: „Das ist ein sehr altes Gewerbe“ „Was soll bei uns denn auch verbessert werden?“ „Bei uns wird sich nie was verändern“.

Das sind insofern interessante Aussagen, weil vor 20 Jahren die Welt tatsächlich anders als heute aussah. Nicht besser und nicht schlechter, nur anders. Drohnen waren keine Bedrohung für Flughäfen und brachten keine Pakete nach Hause, denn es gab sie nicht. In Unternehmen hatte man Stempelkarten zur Zeiterfassung, Facebook und Youtube gab es auch nicht und mit „Taxi“ meinte man nicht Uber oder ein fliegendes Objekt sondern ein beiges Auto mit Fahrer. Der Begriff „künstliche Intelligenz“ kam nur in Science Fiction Romanen vor und über Hacker Angriffe und Bots wussten nur die IT Profis Bescheid.  Warum ist das aber nun relevant für die alte ehrwürdige Sicherheitsbranche? Aus zwei Gründen.

Erstens: Die Umwelt. Also die Welt um den Dienstleister herum ändert sich rasant. Tendenziell wird es eher schneller als langsamer.

Zweitens: Die Youtube und Instagram Generation, oder wie auch immer Gesellschaftswissenschaftler sie bezeichnen, sitzt immer öfter in den Entscheidungsgremien der Unternehmen.

Als Dienstleister ist man direkt von beidem abhängig. Der Welt um einen herum und den Entscheidern, die in der Chefetage beraten, wem sie den Auftrag geben. Und beides bedingt sich natürlich. Wenn ein Manager eines internationalen Konzerns von USP oder KPI spricht, sollte der Dienstleister verstehen, dass es sich hierbei nicht um Paketdienste handelt.

Tipp 1

Wenn Sie es noch nicht können, ist das nicht schlimm aber lernen Sie die Management Sprache.  Die Grundlagen von BWL oder VWL haben sich nicht geändert, die Wortwahl sehr wohl. Dienstleister, die diese Sprache nicht sprechen oder nach der Fax Nummer des Unternehmens fragen, um das Angebot durchzuschicken, haben schnell das Nachsehen. Wie lernt man diese „Sprache“? Es gibt dazu zahlreiche Fortbildungen und Seminare. Aber mit ein paar kostenlosen Online Kursen und Videos wissen Sie schnell Bescheid. Das ist kein Hexenwerk. Die Zeitinvestition lohnt sich. Sie werden es beim nächsten Gespräch in einem Unternehmen merken. Es geht nicht darum, „bullshit-bingo“ zu spielen, wer die meisten Anglizismen drauf hat. Es geht darum, als ein modernes Sicherheitsunternehmen von der anderen Seite wahrgenommen zu werden. Und wenn Sie dazu eben KPI und QM brauchen, warum nicht.

Ich glaube, es versteht sich von selbst, dass Unternehmen heute online stattfinden. Die Frage ist nur wie finden sie im Netz statt. Haben Sie eine Homepage mit einem unscharfen Bild des Teams und der letzte Eintrag unter „News“ ist vier Jahre alt? Dann ist ihre Homepage nutzlos. Natürlich muss man nicht jeden schnelllebigen Trend mitmachen, aber „aussitzen“ des digitalen Zeitalters geht auch nicht.

Tipp 2

Setzen Sie sich mit Ihren Kollegen zusammen, nehmen sie die jüngsten in ihrem Unternehmen mit dazu und sammeln sie Ideen, auch „brainstorming“ genannt. Stellen Sie sich und ihrem Unternehmen Fragen. Sollen wir einen Youtube Channel haben? Bilder auf Insta posten? Eine eigene App entwickeln lassen? Wissen wir, wer unsere Homepage besucht? Was bedeutet traffic für uns? Wo wollen wir nicht vertreten sein? Was ist mir SEO? Wo finden uns unsere Kunden? Seien Sie unvoreingenommen und hören Sie einfach zu, welche Ideen sich entwickeln. Übrigens ist die Welt hier eine andere. Der jüngste Praktikant hat hier womöglich mehr Ahnung als der Senior Chef. Hier gilt es offen zu sein und Dinge auch eine Zeitlang zu testen.

Tipp 3

Schmieden Sie einen Plan. Kontinuität ist der Schlüssel zum Erfolg. Stellen Sie sich jemanden vor, der Muskeln aufbauen möchte und derjenige geht ein Mal im Monat ins Studio, hebt eine Hantel hoch, legt sie wieder hin und geht nach Hause. Streng genommen, trainiert er regelmäßig, aber mit Null Effekt. Genau wie ein Trainingsplan, benötigen Sie eine Strategie für Online und Digitalisierung. Wenn Sie sich entschieden haben, auf einer Plattform, einem Kanal, Social Media, einem Blog oder woanders präsent zu sein, dann wäre es gut, kontinuierlich dabei zu sein. Ein Post im Monat auf Facebook ist vergleichbar mit dem Menschen, der ein Mal im Monat ins Studio geht. Auch dazu gibt es zahlreiche Videos und Tutorials aber natürlich auch professionelle Agenturen, die helfen können.

Wenn man es negativ betrachtet, sind zunehmender Konkurrenzdruck, Kostendruck und Kannibalisierung die drei „K“, die die Zukunft der Branche bestimmen. Dies birgt aber auch Chancen für Dienstleister, sich neu und anders zu positionieren und zu handeln. Wahrgenommen und wirklich gesehen zu werden ist ein Wettbewerbsvorteil, der zunehmend eine Rolle spielen wird. Wer nicht gesehen wird - stirbt auf lange Sicht aus. Risiken und Chancen abwägen zu lernen ist essentiell.

Die Sicherheitsbranche braucht keine Revolution, also abrupte Änderungen und eine komplette Umkehr von dem heutigen Zustand. Evolution, eine stetige Entwicklung, die starke Veränderungen mit sich bringt, braucht sie jedoch dringend. Je schneller desto besser.

 

 

24.07. 2020 Toxische Umgebungen

Ich kenne viele Menschen, die sich in kleinen und großen privaten Krisen befinden und "schuld" sind oft sogenannte "toxische Umgebungen".

Natürlich gibt es verschiedene Interpretationen und persönliche Gefühle, Definitionen, die beschreiben und erklären, was toxische Umgebungen sind. Wie so oft, geht es nicht um Definitionen im Leben, sondern um das Gefühl, welche man hat, während man sich in dieser Umgebung befindet.

Was ist überhaupt mit toxischer Umgebung gemeint? Toxische Umgebung kann grundsätzlich alles sein, wo wir unsere Zeit verbringen. Arbeit, Familie, Verein, Freundeskreis, Stammtisch usw.

Die zwei größten Bereiche sind natürlich das Arbeitsumfeld und Privatleben. Wir verbringen circa 8 Stunden jeden Tag auf Arbeit, also sind der Aufgabenbereich, Zuständigkeit, Sinn, Verantwortung, Mitspracherecht, Gestaltungsmöglichkeiten, Kollegen von höchster Bedeutung für uns. Selbst wenn wir rational trennen und eine "work-life-balance", meist künstlich, herstellen, bleibt es dabei, dass 8 Stunden unseres Lebens genau hier verbracht werden. Wenn das innere Ich sich sträubt, in dieses Arbeitsumfeld am Montag zurückzukehren, kann das ein Anzeichen dafür sein, das zumindest etwas nicht stimmt. Menschen berichten oft von Unwohlsein, Magenschmerzen, Gefühl von depressiver Verstimmung. Wenn dieser Zustand anhält, sollten Alarmglocken schrillen. Denn dieser Zustand bewirkt, wenn er dauerhaft ist, massiven STRESS.

Der zweite große Bereich ist "privates Umfeld". Weitere 8-12 Stunden unseres Lebens verbringen wir hier. Wenn Sie Zuhause ähnliche Symptome empfinden wie auf Arbeit und sich nicht wertgeschätzt fühlen oder respektlos und lieblos behandelt werden, setzt Sie das auch einem enormen Stress aus.

Das Verbleiben im "toxischem Umfeld" kann einen krank machen und kann zu einer KRISE werden.

Für private Krisen gilt es, ähnlich wie für Unternehmen, massiv und zielgerichtet zu handeln. Das kann natürlich je nach Krise Verschiedenes bedeuten. Job kündigen, sich aussprechen mit einem Familienmitglied, Umzug starten, eine Weltreise unternehmen oder in ein Kloster gehen.

Ich habe mal einen interessanten Spruch dazu gehört.

Versuche niemals Heil in der Umgebung zu finden, die dich krank gemacht hat.

Das kann toxisches Arbeitsumfeld sein, eine kräftezehrende Geschäftsbeziehung oder das Leben in einem Land mit sechs Monaten Winter im Jahr. Jeder Mensch reagiert anders auf diese Umstände und Entwicklungen. Ich weiß nur, dass es Sinn macht, sich mit aller Macht davon zu lösen. Ich habe selbst mein eigenes Leben vor einiger Zeit radikal geändert. Arbeitsumfeld verlassen, Haus verkauft, umgezogen.

Das kann eine befreiende Wirkung haben. Was genau die Methoden, Entscheidungen und die „richtigen“ Schritte sind, ist natürlich sehr individuell. Die Antwort auf diese Fragen kann jeder nur in sich selbst finden. Ich weiß nur, eine Krise überwindet man nicht mit alltäglichen Mitteln. Massive Handlung ist erforderlich.

12.07.2020 A simple Crisis rule

The people with whom you surround yourself privately or in your company are essential for overcoming a crisis. Without people there is no overcoming of the crisis. It is as simple as that.

A crucial crisis rule is: Build a team.

Take the time to select the right people for the right position. In a crisis, get rid of people who pull you down, who cannot or do not want to act and are like "sand in the gears".

It is easier to nod with an empty head, but that is not what you need in a crisis. Rely on people who can lead, who are positive, aware and loyal. Leadership is also important on a "small scale". The right tone, clear instructions, empathy. All these are important for leading and overcoming a crisis.

Positivity is also absolutely necessary in the team. In March and April 2020, the Internet was flooded with posts and articles of prophecies. The end of the world is near or they were spreading conspiracy theories. This is the kind of attitude that you, as a team leader, do not need in your team.

There are also people who immediately turn their backs on you, the company, the project or the organization. They resign, write job applications and gossip behind your back about your leadership style in the crisis. You do not need these people either. It is better to have a small, powerful team than a big team with "rotten apples", negativity and disloyalty. You need the ability to act, not a “bazaar of vanities” and miserable internal opponents. Sort them out mercilessly. That in turn pays off. And if you think a small team can't do much, think about a SWAT team. Small team. Loyal, well trained and highly efficient.

It's similar for private lives. Whoever does not stand by you in a crisis is not what you need in your life. That sounds heartless? No. The success of overcoming your crisis depends largely on it. Say goodbye to the no-sayers, the pessimists and the parasites of your energy. "Ignore the Naysayers", said Richard Branson. Seek support from people who are well-disposed towards you, who are good for you and who are not energy guzzlers.

If you don't have the time because you are in the middle of a crisis and it is "too late" now anyway. I cheerfully call out to you from my own experience and from the history of the last 1000 years: This crisis will end. A new one will come. The principles of crisis management remain. Your team will stay. If you form a good team now, you are well prepared for the next crisis.

10.07.2020 Risikomanagement und Angst

Aus meiner Sicht gibt es zwei Dinge, die uns behindern: falsches Risikomanagement und Angst. Wir haben Angst, etwas zu verlieren, deswegen bekommen wir nicht das, was wir wollen.

Das interessante daran ist, dass diese zwei Faktoren, nämlich Risikomanagement und Angst miteinander verknüpft sind. Bei jedem Menschen läuft im Hintergrund (unbewusst) ein permanentes Scanning und Assessment, also eine Beurteilung der jeweiligen Situation ab. Wie haben wir überlebt als Spezies? Wir haben gelernt, geschaut, experimentiert, die Situationen erkannt und beurteilt und die für uns wertvolle Lehre gezogen, dass das Streicheln eines schlafenden Löwen in der Savanne ungesund sein kann.

Wir sprangen nicht von hohen Klippen, weil wir sahen, wie Mamuts runterfielen und umkamen. Wir liefen nicht zu nah ans Feuer, weil wir bei Waldbränden miterlebten, wie Tiere verendeten. Stattdessen lernten wir, das Feuer zu kontrollieren und es für uns zu nutzen. Wir verstanden es, die Mamuts nun die Klippen hinabzutreiben. Wir entwickelten also Werkzeuge und Frühwarnsysteme, die uns vor Schäden schützten und fanden Wege, diese subjektiv oder objektiv gefährlichen Dinge zu unserem Vorteil zu nutzen. Die Geschichte der Evolution ist die Geschichte von Angst und Risikomanagement.

Wenn ich in meinen Seminaren frage, wovor die Deutschen die meiste Angst haben, kommen alle immer sehr schnell drauf. Es ist die Angst, Opfer eines Terroranschlags zu werden. Also, wenn wir über die Sachebene sprechen und Fakten ganz nüchtern betrachten, so stellt sich mir die Frage, wie kann man davor am meisten Angst haben? Es gibt jedes Jahr über 3000 Tote durch Verkehrsunfälle auf deutschen Straßen. Menschen sterben an Krebs, an multiresistenten Keimen in Krankenhäusern oder am Herzinfarkt – zigtausend von ihnen.

Aber die meisten Menschen in diesem Land haben Angst, Opfer eines Anschlags zu werden. In einem der sichersten Länder der Welt. Zahlen, die man hierzu vergleicht, zeigen die Absurdität dieser Gegenüberstellung. Statistisch gesehen, würde man nämlich darauf kommen, dass im Vergleich zu den oben erwähnten Todesarten in Deutschland, die Zahl der Opfer eines Terroranschlages eine mathematisch (und ich meine nur mathematisch) geringere Größe darstellen.

„Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt.“

(Ingmar Bergman)

Es liegt mir fern, die Medien als Sündenböcke heranzuziehen und zu sagen, es läge an ihnen, sie würden die Bevölkerung verrückt machen. Natürlich haben die Medien großen Einfluss. Die Hysterie ist hausgemacht. Es liegt aber auch an unserem Gehirn, welches gefühlsmäßig und beinahe hysterisch auf Meldungen über Terror reagiert, die neueste Statistik zu Verkehrstoten jedoch nur noch als eine Kennziffer wahrnimmt.


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Kennen Sie Menschen, die scheinbar mühelos und angstfrei Risiken eingehen und damit Erfolg haben? Wie würde Ihr Leben aussehen, wenn Sie Ängste und Risiken richtig einschätzen und bewerten könnten? Wie würde sich Ihre Zukunft verändern, wenn Sie riskieren würden, neue Wege zu gehen? Im Englischen gibt es einen Begriff für Menschen, die mit Ihren Unternehmen, Ihren Abenteuern, Ihren Investments erfolgreich sind: RISK TAKERS. Jeder erfolgreiche Mensch ist auf seinem Weg Risiken eingegangen. Viele Menschen fragen sich bewusst und unbewusst: das ist gut, aber wie mache ich das? Wo fange ich an? Felix Timtschenko zeigt Ihnen in seinem Buch, wie Sie ganz einfach mit Risiken richtig umgehen können, Entscheidungen treffen, und so mehr Erfolg im Leben haben.

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Krisen sind alltäglich. Nicht alle Krisen gehen uns etwas an. Viele sind geografisch oder emotional weit von uns entfernt. Jedoch passieren jeden Tag auf der Welt Krisen, ausgelöst durch menschliches Versagen, Stromausfall, Naturkatastrophen, Fehlverhalten, Finanzcrashs, Krankheiten, Pandemien, Immobilienblasen, Kriege, Aufstände, Revolutionen, technische Defekte etc.
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"Wer Angst hat zu verlieren was er hat, bekommt nie das, was er will."

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